Kolumne

Kolumne: Mimimi-Mittwoch im März

Es ist mal wieder Zeit für meinen Mimimi-Mittwoch. Ich habe einige lustige Ärgernisse gesammelt. Hauptsächlich aus meinem Unileben/Bibliothek. Die Hausarbeitenphase eignet sich hervorragend, um mich über Kleinigkeiten aufzuregen und nervende Mitmenschen auf den Mond zu schießen. Und starten möchte ich mit den allseits beliebten, laut atmenden Personen.

Mimimi-Mittwoch: Uniedition

Frau schreibt seelenruhig ihre Hausarbeit und dann sitzt da unverkennbar ein Kerl ein paar Regalreihen entfernt. Er schnieft und seufzt. Prustet trompetend in sein Taschentuch. Und das allerschlimmste! Er lacht auch noch ab und zu. Wir, Studierende sind alle nicht zum Spaß hier. Wir müssen wissenschaftliche Glanzleistungen erbringen und sollten dabei den Anstand wahren uns untereinander nicht stören. Aber es scheint ihn nicht im Geringsten zu stören, dass er mich stört. Mit seinen dicken Kopfhörern bekommt er schließlich nicht mit, dass er atmet als hätte er eine lange Strecke zurück gelegt. Also bitte woanders atmen, seufzen und lachen. Ihr wisst, es ist alles purer Ernst! In der Bibliothek wollen wir doch alle nur eins; ÜBERLEBEN!

Die Brudis in der Bibliothek

Ganz unvorbereitet taucht diese Sorte Mensch in der Bibliothek auf. Das einzige Mitbringsel, der Laptop. Brudi schaut mich liebenswürdig an und fragt den zweiten Tag in Folge, ob ich das Ladekabel bitte in die Steckdose stecken kann. Die „Leise bitte!“-Schilder hat er anscheinend überlesen oder ignoriert? Wer weiß das schon. Brudi scheint konzentriert zu arbeiten, nur wenn er mit Digga eine Zigarette rauchen möchte (shame on you), dann wird er unruhig. Die Öffnungszeit ist gleich durch und der liebe Mensch, bei dem wir uns anmelden müssen, informiert alle, dass wir bald gehen sollen. Brudi kommentiert das, in dem er sagt: „Time flies. Wenn man sich mit Bildung beschäftigt, dann vergeht die Zeit, Digga.“ Das war deep, Junge und deshalb lass einfach das Reden, wenn ich arbeite. Ich muss sonst ständig lachen.

Warum kann niemand in der Bibliothek leise sein?

Manchmal kommt es in der Bibliothek tatsächlich vor, dass man aufstehen und sich ein Buch suchen muss. Es gibt Exemplare der Sorte Mensch, die können das ohne zu stören. Aber dann gibt es auch die gefährliche Sorte. Mit einem Bücherstapel vorbeischwankend versuchen sie mit extrem viel Lärm auf ihre beschwerliche Situtation aufmerksam zu machen. Am besten, wenn indem man vor ein Regal rennt oder eben alle Bücher fallen lässt.

Auf der anderen Seite mag ich auch die Leute nicht, die mich immer genervt angucken, weil ich verzweifelt ein Buch suche. Wie ihr merkt, ist das ein Teufelskreis, aus dem ich nur ausbrechen kann, wenn ich bald mit meinem Stapel Hausarbeiten alle Bücher wegräumen kann.

Ich freue mich über eure Aufreger, gerne auch aus der Uni!

 

 

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2 Comments

  • Reply
    frollein_ungeschoent
    März 15, 2018 at 9:18 am

    Die Brudi- aka. Habibigeschichte ist meiner allerliebste! Die Hausarbeitenzeit ist eine anstrengende Zeit, man ist gestresst und sowieso übermüdet. Da nimmt man solche Kleinigkeiten eher wahr als sonst. Da helfen nur Schokolade, Oropax und eine große Portion Geduld. Halte die Ohren steif, bald hast Du es geschafft. Bis dahin arbeite mal an Deiner Streetcredibility, damit Du mit den Habibis mithalten kannst. 😀
    Allerliebste Grüße!

    • Reply
      Tine
      März 15, 2018 at 12:39 pm

      Die Jungs waren ech traurig, dass ich nicht mehr neben denen sitzen wollte 😀 Ich hab sie mitleidig angelächelt, aber ich kann ja nicht ständig lachen oder?

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