Kolumne

Kolumne: Wann haben wir angefangen soviel zu konsumieren?

Seit circa zwei Jahren beschäftige ich mich so richtig mit Beauty. Ich habe schon immer meine Lieblinge im High End Bereich sowie aus dem Drogeriesortiment gehabt, aber nie wirklich über den Tellerrand hinausgeschaut. Was mich in 2017 erschrocken hat, war die schiere Bombardierung des Kunden mit neuen Lidschattenpaletten, Foundations und und und….. Was soll uns dieser Konsum bringen?

Konsumverhalten und die Beeinflussung durch die Sozialen Medien

Ich mag es gerne neue Produkte aus dem Makeup Bereich zu testen. Nur finde ich, dass es sich in einem maßvollen Rahmen bewegen sollte. Wir als Konsumenten können gar nicht soviel Geld ausgeben, wie neue Teile auf den Markt geworfen werden. Und dennoch hält jeder Blogger/Vlogger/Influencer (wie auch immer wir sie nennen wollen) immer neue Lieblinge in die Kamera. Danach tauchen sie in keinem einzigen Video mehr auf, aber viele Menschen sind ihr Geld mehr oder weniger sinnlos für dieses Produkt losgeworden. Zum Beispiel warme Lidschattenpaletten sind weiterhin die absoluten Lieblinge der Firmen und ich frage mich, wer braucht soviele warme Paletten?
Die Sozialen Medien spielen hierbei eine große Rolle. Die Werbefläche erreicht eine kaufwillige Konsumentenschicht und viele jüngere Menschen lassen sich von schönen Bildern verführen. Ich nehme mich nicht aus, auch wenn ich weiß, wie es abläuft. Meine Anzahl an „Insta made me buy it“Produkten fällt dennoch ziemlich gering aus. Ich hinterfrage mich viel, ob ich das wirklich brauche.

Ist Werbung der Schlüssel oder hat sich die Gesellschaft verändert?

Also frage ich mich, wie die Firmen ihre Kunden an Land ziehen. Ist es wirklich allein die Werbung, die online geschaltet wird? Die verheißungsvollen Vorankündigungen auf Instagram? Oder doch die neuste Kooperation mit einer berühmten Youtuber-Persönlichkeit?
Ich habe das Gefühl, dass Werbung persönlicher geworden ist. Das Datentracking macht es einfacher Profile der Kunden zu erstellen und ihnen so die Ware schmackhaft zu machen , zu suggerieren, „ich brauche das!“ Wie oft erwische ich mich dabei, dass ich einfach etwas kaufen möchte, nur weil es meine Lieblingsbloggerin als Favorit betitelt  hat. Ich beginne zu suchen und mich über das Produkt zu informieren und in diesem Prozess merke ich fast jedes Mal, dass ich einer guten Werbemaschinerie beinahe auf den Leim gegangen wäre. Meiner Ansicht nach geht es bestimmt vielen Menschen so. Wer wie wir mit dem Internet aufwächst und immer auf dem neusten Stand der Technik ist. Das hinterlässt Spuren. Und die persönliche Werbung à la Marc Zuckerberg auch.

Seit wann ich das Gefühl habe, dass viele nur noch den schnellen Konsum im Kopf haben und in einer Schnelligkeit Produkte gelauncht werden, kann ich nicht sagen. Dennoch würde ich meinen, dass ich es erschreckend finde. Meine Kleidungseinkäufe zumindest beschränken sich mittlerweile auf Klassiker. Wenn ich bedenke, was ich früher bestellt habe…. Heute bin ich zufrieden mit dem, was ich habe und fahre von dem Geld lieber in den Urlaub. Bei Beauty bin ich leider Lippenstiften und Nagellacken verfallen. Ich versuche es dennoch in Grenzen zu halten.
Falls ihr noch nicht genug von dem Thema habt. empfehle ich euch den tollen Artikel von Fräulein Ungeschönt!!!

Ich bin gespannt auf eure Meinung.

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1 Comment

  • Reply
    frollein_ungeschoent
    Februar 28, 2018 at 9:49 pm

    Liebe Tine,
    Deinen Worten kann ich nur zustimmen, wir vertreten ja dieselbe Meinung! Konsum oder Überkonsum ist ein sehr faszinierendes Thema, das durch Social Media, personalisierte Werbung und Influencer noch eine weite Dimension bekommt und so viele Facetten zur Diskussion bietet. Ein Anfang ist mit dieser Kolumne gemacht. 🙂
    Liebste Grüße!

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